Tourbillon, 13. Jahrhundert

. Sommer-Ferienort des Fürstbischofs.

Mitte März - April
Oktober - Mitte November
Montag - Sonntag
11.00 - 17.00 Uhr
Mai. - Ende September
Montag - Sonntag
10.00 - 18.00 Uhr

Mitte November - Mitte März
geschlossen

Freier Eintritt

Die Errichtung des Schlosses Tourbillon geht auf den Beginn des 14. Jahrhunderts zurück.

Der Hügel war jedoch schon seit der Urzeit von Menschen als Verteidigungs- und Rückzugsort benutzt worden. Diese primitiven Verteidigungsanlagen waren sehr wahrscheinlich nur provisorisch. Sie wurden aus Holu und Erde errichtet und hinterliessen keine Spuren.

Seit Menschengedenken galt Tourbillon als strategisch wichtiger Ort. Aus diesem Grund liess der Bischof von Sitten, Boniface de Challant, dort Ende 13. Jahrhundert, im Jahre 1297 ein Schloss errichten. In dieser Zeit waren die wirtschaftlichen Verhältnisse günstig. So wurde zu selben Zeit die Stadt- und die Verteidigungsmauer von Valeria verstärkt.

Tourbillon blieb nicht lange der Hauptsitz der Bischöfe von Sitten. Knapp ein Jahrhundert nach seiner Fertigstellung zog man ihm Schloss Majoria vor, das 1373 von Bischof Guichard Tavel gekauft worden war. Es spielte jedoch noch mehrere Jahrhunderte lang eine bedeutende militärische Rolle. Während des 14. und bis Anfang des 15. Jahrhunderts wurde das Schloss mehrmals von den Bewohnern von Sitten besetzt, die sich mit der Unterstützung des örtlichen Adels gegen den Bischof auflehnten und gegen seine weltliche Macht protestierten. Tourbillon war im Mittelpunkt dieser Machtkämpfe und wurde stark in Mitleidenschaft gezogen: Es wurde wiederholt angegriffen und in Brand gesetzt und schliesslich anfangs des 15. Jahrhunderts abgerissen.

Erst unter Guillaume VI de Rarogne, der von 1437 bis 1451 Bischof und ein aufgeklärter Mäzen war, wurde das Schloss vollständig wiederaufgebaut. Die ursprünglichen Strukturen wurden beibehalten, es wurde jedoch nach dem Geschmack der Zeit in eine komfortable Residenz umgestaltet, die der Bischof allerdings nur im Sommer bewohnte. In dieser Form blieb es bis ins 18. Jahrhundert erhalten und vor weiteren Schäden bewahrt, trotz einiger Belagerungen und interner Kämpfe, die im Wallis andauerten.

Am 24. Mai 1788 wurde die Stadt Sitten von einem verheerenden Brand heimgesucht. Das durch einen starken Wind angefachte Feuer breitete sich bis zum Schloss Tourbillon aus,welches vollkommen niederbrannte. Zuerst wollte es der Bischof wiederaufbauen lassen, wegen politischer Unruhen kam es jedoch nie dazu. Dank einem im 19. Jahrhundert erwachenden Interesse für das historische Erbe wurden verschiedene Instandsetzungsarbeiten durchgeführt, um den Verfall des Mauerwerks zu verhindern. Tourbillon wurde in der Folge zu einem bevorzugten Ziel für Spaziergänger. 1907 wurde es als historisches Denkmal klassifiziert. Zurzeit wird die Anlage von der Stiftung „Fondation du Château de Tourbillon" restauriert und verschönert.

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